| Wir definieren uns über
unsere Kleidung in der virtuellen Welt. Andere bauen oder laufen
bieder gekleidet rum, und es geht ihnen ums Vögeln. Wir aber sind
Vögel der Mode, schräge Vögel. Wir leben uns aus hier und es kostet
nichts, oder ein paar Penny. Es ist eine große Sucht hier in der
virtuellen Welt, den eigenen Fantasiekörper zu stylen und zu liften.
Die Gegensätze zwischen Frau und Mann kommen bei diesen virtuellen
Kreationen aufrichtig zur Geltung - und wir lieben uns in unseren
Gegensätzen. Die Vielfalt des Geschmackes auszuleben - wenn man bitte mal
grundlegend attraktiv sein kann, von den Titten, den Schultern, der
Beinlänge her - führt in der virtuellen Welt zu persönlichen
Offenbarungen. Und wir,
YXXY, offenbaren uns hier faustdick. |
Bis auf Tanz haben wir jeder
nur ein "Ambiente" - Melitta ihren Ghetto-Dschungel, Chrissie
ihr Wolkenschiff, Hallo seine Penner-Behausung mit Kneipe. Aber bis auf
Hallo, der sogar in der Kleidung die karge Kugel schiebt - naja, für
unsere Modefotos haben wir schon einiges aus ihm rausgekitzelt, aber
gleich danach war er wieder "Der rote Mann", und wir lieben ihn
dafür - bis auf Hallo haben wir alle Wochen an unserer Kleidung
gebastelt, sortiert, arrangiert. Wenn wir nun solche vielfältigen
explosiven Fotosessions schmeißen können. Wenn unser pures Outfit als
YXXY-Gruppe schon für viele Bühnenshows reicht und zahlreiche Stories
erzeugt: Dann hat das die Vorgeschichte, dass in der virtuellen Welt
unsere Individualität und unsere Seele ausgiebig ins Einkleiden von uns
Avataren floss. |